Mittwoch, 22. März 2017, 19 Uhr: Vortrag mit Diskussion
Eintritt 5 Euro pro Person (ermäßigt 3 Euro) an der Abendkasse.

Gerd Habermann

Gerd Habermann

Von „sozialer Kälte“ wird schnell gesprochen, wenn Reformmaßnahmen im Bereich staatlicher Sozialleistungen vorgenommen werden. Dabei wird zumeist „der Kapitalismus“ mit sozialer Kälte, der „Sozial-“ oder „Wohlfahrtsstaat“ mit sozialer Wärme gleichgesetzt. Professor Gerd Habermann geht der Frage nach, was Kapitalismus und Wohlfahrtsstaat eigentlich bedeuten und wie sie mit der sozialen Wärme zusammenhängen. Dabei zeigt er die soziale Wärme des Kapitalismus und die soziale Kälte des Wohlfahrtsstaats auf sowie sein damit notwendiges Scheitern.

Unter „Wohlfahrtsstaat“ versteht Habermann die Ansicht, daß der Staat für die Versorgung und Absicherung gegen fundamentale Lebensrisiken seiner Bewohner zuständig sei, meist in Verbindung mit egalitären Idealen. Zu diesem Zweck sei ein riesenhafter Staatsapparat in Europa geschaffen worden, der die Vertrags- und Entscheidungsfreiheit der Menschen immer mehr einschränke. Gegenwärtig seien wir an einem Punkt angelangt, an dem der Wohlfahrtsstaat sich selbst zerstöre, da er sich selbst die materiellen, moralischen und biologischen Grundlagen entziehe. Eine Rettung sei nur durch den Kapitalismus und seine Betonung von Werten wie Eigentum, Freiheit, Eigenverantwortung, Haftung, Subsidiarität und Wettbewerb zu erhoffen.

Gerd Habermann studierte Sozial- und Wirtschaftsgeschichte, Politische Wissenschaften, Philosophie und Volkswirtschaft an den Universitäten Frankfurt am Main, Wien, Tübingen und Konstanz. Nach langjähriger Tätigkeit als Leiter des Unternehmerinstituts der Familienunternehmer ASU e.V. ist er jetzt Geschäftsführer der Friedrich August von Hayek-Gesellschaft und Vorsitzender der Friedrich-August von Hayek-Stiftung für eine freie Gesellschaft. Seit 2003 lehrt er als Honorarprofessor an der Universität Potsdam Ordnungstheorie sowie Ökonomie und Philosophie des Wohlfahrtsstaates.

Neben verschiedenen Büchern wie Der Wohlfahrtsstaat – Ende einer Illusion publiziert Gerd Habermann unter anderem in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, der Neuen Zürcher Zeitung, der Welt, eigentümlich frei und dem Schweizer Monat.

 

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