Ahmad Mansour: Islamischer Extremismus und Clankriminalität – Was sie verbindet und was jetzt zu tun ist
Mittwoch, 25. November 2026, 19 Uhr (Einlaß ab 18.15 Uhr): Vortrag mit Diskussion
Eintritt 10 Euro pro Person (ermäßigt 5 Euro) an der Abendkasse

Ahmad Mansour (Foto: Marcus Höhn)
Die Grenzen zwischen Clankriminalität und islamischem Fanatismus verschwimmen zunehmend. Ahmad Mansour warnt vor einer strategischen Kooperation beider Milieus, die jetzt schon feststellbar sei bei Waffenbeschaffung, Geldwäsche oder Logistik. Trotz der sich scheinbar widersprechenden Motive wie Geld und Einfluß auf der einen Seite sowie Ideologie und Religion auf der anderen Seite, bestehen strukturelle Gemeinsamkeiten und Überschneidungen wie patriarchalische Strukturen, Ablehnung des Rechtsstaats und Ausbeutung der Frustration von Jugendlichen. Zu den bereits bestehenden Herausforderungen von islamischem Extremismus und Clankriminalität kommt aktuell eine Welle von muslimischem Antisemitismus. Die jüngsten Eskalationen des Dauerkonfliktes im Nahen Osten wirken dabei wie ein Brandbeschleuniger.
Ahmad Mansour wird als Kenner dieser Zusammenhänge und ausgewiesener Fachmann für Extremismusprävention am 25. November 2026 zu diesem Themenfeld sprechen. Er vertritt eine Null-Toleranz-Politik in der Strafverfolgung. Deradikalisierungsprogramme seien notwendig, dürften aber nicht zu Strafminderung verurteilter Straftäter führen, da sonst einer Schein-Deradikalisierung Vorschub geleistet werde. Werteunterricht in den Schulen solle den Schülern beibringen, Informationen zu hinterfragen und Extremismus zu erkennen. Echte Integration bedeute, daß für Zugewanderte die Gesetze des Landes wie für alle Menschen in Deutschland ohne Abstriche gelten.
Ahmad Mansour, Diplom-Psychologe, geboren 1976 in Kfar-Saba/Israel, israelische und deutsche Staatsangehörigkeit. Er studierte in Tel Aviv und Berlin. Seit Ende 2017 ist er Geschäftsführer des Mansour-Instituts für Demokratieförderung und Extremismusprävention (MIND prevention) Berlin. Mansour gibt Schulungen für Lehrer, Polizisten, Pädagogen und Sicherheitsangestellte unter anderem zu folgenden Themen: linker und rechter Extremismus, Islamismus, Radikalisierung, Antisemitismus, Unterdrückung von Frauen im Namen der Ehre. Dazu arbeitet er mit radikalisierten Jugendlichen in Gefängnissen und bietet Workshops in Schulen und Asylheimen. Der Psychologe erstellt Gutachten für Gerichte und ist ein gefragter Keynote-Speaker bei Verbänden, Unternehmen und Akteuren der Zivilgesellschaft.
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