Alexander Grau (Foto: Michael Lebed)

Mittwoch, 14. September 2022, 19 Uhr: Buchvorstellung
Eintritt 10 Euro pro Person (ermäßigt 5 Euro) an der Abendkasse.

Der Begriff der Entfremdung, ursprünglich ein Grundpfeiler marxistischer Theorie, ist in den vergangenen Jahrzehnten aus der Mode gekommen. Zu Unrecht. In einer Gesellschaft, in der Selbstfindung und Selbstsuche religiösen Status erlangt haben, persönliche Befindlichkeiten einen höheren Stellenwert genießen als wissenschaftliche Erkenntnis und in der mit individuellen Abneigungen und Vorlieben Politik betrieben wird, erscheint dieser Begriff aktueller denn je.

Alexander Grau untersucht die verschiedenen Ausformungen des entfremdeten Lebens und geht seinen sozialen, technischen und ideologischen Ursachen auf den Grund. Das Ergebnis ist die schonungslose Analyse einer Gesellschaft zwischen Realitätsverlust, Identitätswahn und Hybris.

Alexander Grau studierte nach seinem Wehrdienst an der Freien Universität Berlin Philosophie und Linguistik und wurde dort 1998 in Philosophie promoviert. Seit Juni 2013 ist er Kolumnist bei Cicero online. In seiner Kolumne Grauzone beschäftigt er sich dort jeden Samstag mit Fragen des politischen und gesellschaftlichen Zeitgeistes. Seit 2003 arbeitet er als freier Publizist, Kultur- und Wissenschaftsjournalist und veröffentlicht vor allem zu Themen der Kultur- und Ideengeschichte, insbesondere zur Philosophie, Theologie und Kulturgeschichte der Moderne. Veröffentlichungen u. a. Hypermoral – Die neue Lust an der Empörung (2017), Kulturpessimismus – Ein Plädoyer (2018) und zuletzt Entfremdet – Zwischen Realitätsverlust und Identitätsfalle (2022).

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