Alexander Kissler: Gibt es eine konservative Moderne? Auf Spurensuche mit Rudolf Borchardt

//Alexander Kissler: Gibt es eine konservative Moderne? Auf Spurensuche mit Rudolf Borchardt

Mittwoch, 20. Juni 2018, 19 Uhr: Vortrag mit Diskussion
Eintritt 5 Euro pro Person (ermäßigt 3 Euro) an der Abendkasse.

Themenreihe
Konservativ heute

Alexander Kissler

Rudolf Borchardt (1877–1945) erlebt derzeit eine bemerkenswerte Renaissance. Seine Bücher werden neu aufgelegt, bedeutende Schriftsteller der Gegenwart wie Martin Walser oder Botho Strauß beziehen sich auf ihn. Schon Theodor W. Adorno schätzte Borchardts Gedichte über die Maßen. Vor allem aber war der Lyriker, Erzähler, Essayist und Übersetzer Rudolf Borchardt ein begeisternder Redner und wurde so in der Weimarer Republik zum ebenso gefragten wie angefeindeten Vortragsreisenden. Der „Konservativen Revolution“ seines bewunderten Freundes Hugo von Hofmannsthal setzte er eine „Schöpferische Restauration“ entgegen. Was hat es damit auf sich? Könnte dieses kulturpolitische Projekt für unsere Zeit fruchtbar gemacht werden? Borchardt wußte: „Vergangenheit ist kein Programm, und der falsche Konservatismus, der sie restaurieren will, frevelt wie sein Gegenspieler, der Radikalismus, der die Welt an seinem Geburtstage geschaffen wähnt.“

Alexander Kissler, geboren 1969, ist Kulturjournalist und wurde mit einer Arbeit über Rudolf Borchardt („Wo bin ich denn behaust?“) promoviert. Seit Januar 2013 hat Alexander Kissler die Leitung des Kulturressorts („Salon“) beim Cicero inne, dem Monatsmagazin für politische Kultur aus Berlin.

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2018-05-14T14:45:50+00:00