Christian Hillgruber: Verfassung und Lebensrecht – Der grundgesetzliche Schutz des menschlichen Lebens

//Christian Hillgruber: Verfassung und Lebensrecht – Der grundgesetzliche Schutz des menschlichen Lebens

Freitag, 20. September 2019, 19 Uhr: Vortrag mit Diskussion
Eintritt 5 Euro pro Person (ermäßigt 3 Euro) an der Abendkasse

Die gegenwärtige Gesetzeslage in Deutschland ist hinsichtlich des Schutzes des menschlichen Lebens in seiner pränatalen Phase unzulänglich und unbefriedigend. Es gilt dessenungeachtet, das Lebensrecht und die Menschenwürde der Ungeborenen entschlossen zu verteidigen, den immer wiederkehrenden Versuchen, den Menschen in seinem frühesten Entwicklungsstadium seines rechtlichen Status als Person zu entkleiden und ihn damit wie Sachen verfügbar zu machen, gleich ob sie auf Ignoranz oder böser Absicht beruhen, in steter Rechtsverwahrung beharrlich entgegenzutreten.

Christian Hillgruber (Foto: Barbara Frommann)

Die Diskrepanz zwischen Sein und Sollen, die Kluft zwischen dem vorrangigen normativen Geltungsanspruch des Verfassungsrechts und der diesem Anspruch nicht gerecht werdenden einfachen Gesetzgebung, erst recht einer teilweise lebensfeindlichen Rechtspraxis darf nicht durch Reduktion oder gar Aufgabe des normativen Anspruchs kaschiert, sondern muß offen an- und ausgesprochen werden. Die jedermann versprochene Menschenwürde ist in Treue zur Verfassung auch für das pränatale menschliche Leben einzufordern, in der Hoffnung darauf, daß sich das unanfechtbare Recht mit der ihm eigenen, bezwingenden Kraft letztlich durchsetzen wird.

Christian Hillgruber, geboren 1963 in Darmstadt, studierte Jura in Köln und legte 1988 die erste Juristische Staatsprüfung ab. Promotion 1991 an der Universität zu Köln mit der Dissertation „Der Schutz des Menschen vor sich selbst“. Zweite Juristische Staatsprüfung 1992. Danach wissenschaftlicher Assistent an der Universität zu Köln sowie wissenschaftlicher Mitarbeiter am Bundesverfassungsgericht. 1997 Habilitation an der Universität zu Köln mit der Schrift „Die Aufnahme neuer Staaten in die Völkerrechtsgemeinschaft“. Zunächst Lehrstuhlvertretung, dann Professur für öffentliches Recht an der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg (1997/98), Lehrstuhl für öffentliches Recht, Völkerrecht und Rechtsphilosophie an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (1998-2002). Seit Oktober 2002 Inhaber eines Lehrstuhls für Öffentliches Recht an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn. Seit 2016 Direktor des Instituts für Kirchenrecht. Hillgruber ist u. a. Mitglied der Juristenvereinigung Lebensrecht und Mitherausgeber der Zeitschrift für Lebensrecht.

Die Veranstaltung findet in Kooperation mit der Stiftung Ja zum Leben am Vorabend des Marsches für das Leben 2019 statt.

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2019-08-15T14:18:42+01:00