Ferdinand Knauß: Der gelähmte Westen – Chronik einer Selbstaufgabe

Mittwoch, 8. April 2026, 19 Uhr (Einlaß ab 18.15 Uhr): Buchvorstellung
Eintritt 10 Euro pro Person (ermäßigt 5 Euro) an der Abendkasse

Ferdinand Knauß (Foto: Frank Beer photography)

Dem westlichen Gesellschaftsmodell wurde bereits vor über hundert Jahren der Untergang vorhergesagt. Erst heute schwindet sein Einfluß tatsächlich. Aber haben diejenigen, die am lautesten darüber klagen, nicht selbst die Saat für den längst unübersehbaren Verfall gesät? Am 8. April 2026 wird der Journalist Ferdinand Knauß sein neues Buch Der gelähmte Westen – Chronik einer Selbstaufgabe vorstellen, in dem er dieser Frage nachgeht.

Daß die liberalen Demokratien der westlichen Welt zunehmend unter Druck geraten, ist zu recht häufig konstatiert worden. Neben der wachsenden Macht autoritärer Staaten werden hierzulande vor allem populistische Bewegungen dafür verantwortlich gemacht. Für Ferdinand Knauß greift diese Erklärung zu kurz. Er verfolgt den Beginn des Niedergangs mehr als fünf Jahrzehnte zurück: zum Konflikt zwischen der Kriegsgeneration und ihren Kindern, den „Achtundsechzigern“. Denn die akademischen Tonangeber der Nachkriegsgeneration forderten nicht nur die Aufarbeitung historischer Schuld, sondern propagierten den Aufstand gegen das westliche Gesellschaftsmodell. Obwohl dieser zunächst sein Ziel nicht erreichte, gelangten die erklärten Gegner des Westens mit dem „Marsch durch die Institutionen“ an die Schaltstellen der Macht und beanspruchen seither die Deutungshoheit: Liberale Demokratie soll nicht mehr als Regelwerk einer pluralistischen Gesellschaft dienen, sondern als moralische Blaupause zur Durchsetzung universeller Ziele – ein Anspruch, der zunehmend an der Realität zu scheitern droht.

Ferdinand Knauß, Jahrgang 1973, lebt in Düsseldorf. Nach dem Studium der Geschichte und Japanologie in Düsseldorf, Nantes und Tokio arbeitete er unter anderem für die Wirtschaftswoche und das Handelsblatt. Zurzeit ist er Redakteur bei der Zeitschrift Cicero. Zuletzt erschien von ihm das Buch „Merkel am Ende“ (2018).

 

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