Götz Aly: Wie konnte das geschehen? Deutschland 1933 bis 1945

Mittwoch, 9. September 2026, 19 Uhr (Einlaß ab 18.15 Uhr): Buchvorstellung
Eintritt 10 Euro pro Person (ermäßigt 5 Euro) an der Abendkasse

Götz Aly (Foto: © Susanne Schleyer)

In einer schweren Krise wurde die NSDAP 1932 zur mit Abstand stärksten Partei gewählt. Bald konnte sie die Macht übernehmen und auf wachsende gesellschaftliche Zustimmung bauen. Hitler brauchte den Krieg – das Volk fürchtete sich davor. Dennoch terrorisierten schließlich 18 Millionen deutsche Soldaten Europa. Wie kam es dazu? Warum beteiligten sich Hunderttausende an beispiellosen Massenmorden?

Die Antwort ist vielschichtig. Die NSDAP versprach den Deutschen Aufstieg und Wohlstand, zugleich hielt man die Menschen in Bewegung, keine Atempause, keine Zeit zum Nachdenken, so ging es Richtung Krieg. Als der Glaube an einen Sieg nachließ, wurde aus der Volksgemeinschaft eine Verbrechensgemeinschaft. Jeder konnte im Grund wissen, welche Schuld die Deutschen auf sich luden. Die Angst vor dem, was nach einer Niederlage geschehen würde, wurde bewußt geschürt. Götz Aly schildert in Wie konnte das geschehen? Deutschland 1933 bis 1945 auf fesselnde Art und Weise die Herrschaftsmethoden, mit denen die NS-Machthaber Millionen Deutsche in gefügige Vollstrecker oder vom Krieg abgestumpfte Mitmacher verwandelten – und von denen nicht wenige beängstigend aktuell sind.

Götz Aly, geboren 1947 in Heidelberg, ist Historiker und Journalist. Er arbeitete für die „taz“, die „Berliner Zeitung“ und als Gastprofessor. Seine Bücher werden in viele Sprachen übersetzt. 2002 erhielt er den Heinrich-Mann-Preis, 2003 den Marion-Samuel-Preis, 2012 den Ludwig-Börne-Preis. Bekannt sind sein Beobachtungen zur 68er Bewegung, bei der er vergleichbare massenpsychologische Prozesse am Werk sah, wie sie auch im Nationalsozialismus und anderen totalitären Bewegungen wirkten: Unser Kampf. 1968 – ein irritierter Blick zurück. Zahlreichen Publikationen zu seinem Forschungsschwerpunkt NS-Zeit wie Warum die Deutschen? Warum die Juden? Gleichheit, Neid und Rassenhass 18001933 oder Volk ohne Mitte – Die Deutschen zwischen Freiheitsangst und Kollektivismus.

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