Jan A. Karon: Bastardmoderne – Streifzüge durch ein fremdes Deutschland
Mittwoch, 19. August 2026, 19 Uhr (Einlaß ab 18.15 Uhr): Buchvorstellung
Eintritt 10 Euro pro Person (ermäßigt 5 Euro) an der Abendkasse

Jan A. Karon (Foto: Privat)
In Bastardmoderne – Streifzüge durch ein fremdes Deutschland enthüllt Jan A. Karon den Westen als einen „Bastard“, als eine ungewollte Kreuzung aus postmodernem Relativismus, entfesselten Kapitalströmen, zivilreligiöser Hölle und migrationsextremistischen Auswüchsen. Die übergeordnete Frage seines Werkes ist: Wie wurden wir das, was wir nie sein wollten? Mit beißendem Witz und unbarmherziger Präzision beobachtet er verkommene Stadtlandschaften. Ausgehend von Alltagsbeobachtungen in Berlin-Kreuzberg, wo Dönerfett, Regenbogenflaggen und Al-Jazeera-Dröhnen die alte Heimat überlagern, stellt das Buch, das er am 19. August 2026 vorstellen wird, eine düstere Diagnose des gesellschaftlichen Verfalls der „Late-Stage-BRD“, der späten Bundesrepublik.
Der Autor deckt die Mechanismen einer Epoche auf, die aus der Postmoderne hervorging und heute ein groteskes Zerrbild darstellt. Fluide LGBTQ-Identitäten halten Einzug, und Eliten inszenieren sich als Tugendwächter, während sie den Kitt der Gesellschaft auflösen. Bekenntnisse neuer Glaubensgemeinschaften unterscheiden fast nur noch zwischen Häretikern und Aposteln. Städte verwandeln sich in ein „Fremd-“ und „Zombieland“. Karon plädiert nicht für eine Wiederkehr der „goldenen BRD“, sondern blickt einem radikalen Bruch entgegen: Das Zerbrechen des Westens in seiner jetzigen Form, wodurch wir leben können.
Jan A. Karon war (und ist) Teil der „Bastardmoderne“. 1992 als Sohn polnischer Eltern in Ludwigshafen geboren, studierte er Politikwissenschaft, Geschichte und Literaturwissenschaft in Heidelberg und Oregon. Zwei Praktika in Kulturprogrammen von Goethe-Instituten in Tel Aviv und St. Petersburg, dann Umzug nach Berlin, wo er für das ZDF, die ZEIT, den Stern, den rbb und NIUS arbeitete.
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