Menno Aden: Selbstvergewisserung und Neubeginn – Zur christlichen Begründung des Konservatismus

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Mittwoch, 13. Dezember 2017, 19 Uhr: Vortrag mit Diskussion.

Eintritt 5 Euro pro Person (ermäßigt 3 Euro) an der Abendkasse.

Themenreihe
Konservativ heute

Menno Aden

Der Vortrag versucht, außerhalb der politischen Diskussionen einen grundsätzlichen Standpunkt für konservatives Denken aus dem christlichen Gedanken der Buße zu entwickeln. Es wird zur Diskussion gestellt, daß gerade die lutherische Auffassung von lebenslanger Buße ein dynamisches Prinzip enthält, das sich in der heutigen Formel vom lebenslangen Lernen wiederfindet.

Es soll der Gedanke entwickelt werden, daß sich der konservative Mensch, ähnlich wie der Christ vor dem Angesicht Gottes, einem Prozeß der ständigen Selbstvergewisserung stellen muß. Er schaut zurück und bewertet das bisher Gewesene, die darin erkannten Werte und formulierten Ziele. Auf dieser Grundlange bewertet er seine angestrebten Ziele neu – sei es die seines Lebens, eines Projekts, einer bestimmten Handlung oder eines Unternehmens.

Hieraus ergibt sich auch die politische Dimension der Überlegung. Volk und Staat müssen zu einer ständigen Neu- und Umbewertung ihrer Geschichte und Kultur, zu einer ständigen Selbstvergewisserung ihres geschichtlichen Standortes kommen, um daraus das Ziel dieses Staates und Volkes im Grunde täglich neu zu bestimmen und zu justieren. Dieser Gedanke, der nach Meinung des Referenten den politischen Begriff „konservativ“ umreißt, beschreibt für den Christen zugleich den Weg des Heils. Für den innerweltlichen Lebensvollzug ist er der Weg zu einer Sinnfindung, die sich nicht in verstiegenen Utopien verliert.

Menno Aden, geboren 1942, studierte Rechtswissenschaften an den Universitäten Tübingen, Göttingen und Bonn, wo er 1972 auch promovierte. Nach verschiedenen Stationen in der Wirtschaft war er von 1994 bis 1997 auch Präsident des Oberkirchenrates der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Mecklenburgs in Schwerin. Von 1999 bis 2007 war er Professor für Wirtschaftsrecht an der FH Essen und von 2004 bis 2010 zugleich Lehrbeauftragter für Internationales Wirtschaftsrecht an der TU Dortmund. Menno Aden veröffentliche zahlreiche Artikel, Schriften und Bücher zu Recht, Geschichte und Religion u. a. „Die Reformation und das Augsburger Bekenntnis von 1530 nach heutigen Predigten kommentiert“ (2015) und zuletzt „Kulturgeschichte der deutschen Erfindungen und Entdeckungen von Albertus Magnus bis Konrad Zuse“ (2017).

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2017-09-27T17:18:43+00:00