Mittwoch, 25. Januar 2023, 19 Uhr: Vortrag mit Diskussion
Eintritt 10 Euro pro Person (ermäßigt 5 Euro) an der Abendkasse.

Michael F. Feldkamp

Seit Bundeskanzlerin Merkel ihren Rücktritt ankündigte, gibt es innerhalb und außerhalb der CDU eine lebhafte Diskussion um den Markenkern dieser Partei. Unterdessen hat die Bundespartei unter ihrem neuen Vorsitzenden Friedrich Merz eine Programmdiskussion eröffnet, deren Ergebnis in Gestalt eines neuen Grundsatzprogramms bis zur Wahl zum EU-Parlament 2024 vorliegen soll. Doch auch neugegründete Initiativen und Think tanks versuchen, die Partei von außen mit neuen Ideen zu beleben.

Der Berliner Parlaments- und Zeithistoriker Michael F. Feldkamp greift in die aktuelle Debatte um die Neuausrichtung der CDU ein und erörtert anhand der Geschichte der Partei, warum die CDU nie eine konservative, wohl aber eine Volkspartei war. Er fragt, ob die CDU mit dem „C“ im Namen womöglich gar zu einer Entchristlichung der Politik in Deutschland beigetragen hat. Denn das „C“ dürfe keineswegs programmatisch mißverstanden werden, sondern diene heutzutage nur noch dazu, bürgerlich-wertkonservative Wähler an die Partei zu binden, so Feldkamp.

Michael F. Feldkamp, geboren 1962 in Kiel, studierte Geschichte, katholische Theologie, Pädagogik und Philosophie in Bonn sowie Kirchengeschichte in Rom. Promotion 1992 in Bonn. Feldkamp arbeitet mit Unterbrechungen seit 22 Jahren in der Verwaltung des Deutschen Bundestages als Parlamentshistoriker. Unter anderem publizierte er zur kirchlichen Zeitgeschichte und zur Papstdiplomatie, etwa Pius XII. – Ein Papst für Deutschland, Europa und die Welt (2018). Sein Standardwerk Der Parlamentarische Rat 1948-49 – Die Entstehung des Grundgesetzes ist 2019 in einer überarbeiteten Neuausgabe erschienen.

 

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