Raymond Unger: Die Wiedergutmacher – Das Nachkriegstrauma und die Flüchtlingsdebatte

//Raymond Unger: Die Wiedergutmacher – Das Nachkriegstrauma und die Flüchtlingsdebatte

Mittwoch, 21. November 2018, 19 Uhr: Buchvorstellung
Eintritt 5 Euro pro Person (ermäßigt 3 Euro) an der Abendkasse

Raymond Unger

Angela Merkels historische Entscheidung vom Sommer 2015 setzte die deutsche Gesellschaft unter Strom, politisierte und polarisierte das Land wie seit den Zeiten der Weimarer Republik nicht mehr. Über eine Million Zuwanderer teilten Deutschland in zwei geistige Bürgerkriegsparteien, deren Fronten sich zusehends verschärfen. Hat die Bundeskanzlerin mit ihrer historischen Willkommensgeste endgültig bewiesen, daß Deutschland seine dunkle Vergangenheit bewältigt hat? Oder handeln sie und viele andere der deutschen Eliten im Traumaschatten der Geschichte?

In seinem Werk widmet sich Raymond Unger – selbst vom transgenerationalen Trauma betroffen – den Auswirkungen nicht verarbeiteter Kriegstraumata auf die nachfolgenden Generationen. Im Mittelpunkt stehen dabei die Babyboomer-Eliten, die aufgrund fehlender persönlicher Reife und nicht verarbeiteter Schuld-und-Sühne-Komplexe mit ihren Entscheidungen die Gesellschaft polarisieren und den sozialen Frieden gefährden. Außerdem spürt er den Ursachen für den dramatischen Rückbau mühsam errungener Freiheiten in Kunst, Kultur und Medienlandschaften und für das Wiedererstarken von überwunden geglaubten, religiös fundamentalen Orientierungen nach, die zunehmend gesellschaftliche Akzeptanz gewinnen.

Dies alles führe letztlich zu einer falschen Toleranz, einer damit verbundenen Fehleinschätzung des Islam und so auch einer Gefährdung der Freiheit unserer Gesellschaft.

Raymond Unger lebt als Autor und bildender Künstler in Berlin. Er ist als Kunstmaler tätig, schreibt Essays und Bücher, hält Vorträge und leitet Seminare zu den Themen Kunst, Psychologie und Politik. 2013 erschien sein Sachbuch „Die Heldenreise des Künstlers – Kunst als Abenteuer der Selbstbegegnung“, in dem der ehemalige Therapeut seinen Quereinstieg in den etablierten Kunstmarkt beschreibt. 2016 folgte seine Familienchronik „Die Heimat der Wölfe“. Als Kunstmaler erhielt Raymond Unger 2011 den internationalen Lucas-Cranach-Sonderpreis für Malerei. Sein jüngstes Buch „Die Wiedergutmacher – Das Nachkriegstrauma und die Flüchtlingsdebatte“ (2018) ist gerade erschienen.

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2018-10-17T14:26:35+00:00