Rolf Stolz: Die ’68er und ihre Revolte – Was können Konservative daraus lernen?

//Rolf Stolz: Die ’68er und ihre Revolte – Was können Konservative daraus lernen?

Mittwoch, 17. April 2019, 19 Uhr: Vortrag mit Diskussion
Eintritt 5 Euro pro Person (ermäßigt 3 Euro) an der Abendkasse

Rolf Stolz (Foto: Privat)

Die Revolte der ’68er ist bis heute in ihrem Zustandekommen, ihren Zielen, Folgen und Bewertungen hochumstritten. In einem kürzlich erschienenen, explizit als Streitschrift deklarierten Essay des Wiener Publizisten Michael Ley wird die Ansicht vertreten, die Akteure der Achtundsechziger seien allesamt Kinder Hitlers gewesen. Dies These hat zwar viel Beifall erhalten, aber erwartungsgemäß auch entschiedene Ablehnung und Widerspruch ausgelöst. Rolf Stolz, selbst aktiv Beteiligter der Bewegung und aufmerksamer Zeitzeuge der Ereignisse, kritisiert „zugleich argumentierend und polemisch“ die „Totalentsorgung der sehr komplexen Impulse des Jahres 1968“ sowie die undifferenzierte Art der Vergangenheitsbewältigung. Er erwartet, daß sich daraus weitere Debatten entwickeln, von der die zeithistorische Geschichtsschreibung nur profitieren kann und sich auch für den Konservatismus Impulse ergeben können.

In seinem Vortrag wird Rolf Stolz der Frage nachgehen, was aus der ’68er-Kulturrevolution von Konservativen gelernt werden kann. War die Reaktion der Konservativen richtig oder hätten sie mit anderen Mitteln besser ihre Position vertreten, halten, verteidigen können? Auch die Frage, was der Konservatismus im Positiven lernen und sich eventuell abschauen kann oder gar sollte, wird diskutiert werden.

Rolf Stolz, geboren 1949 in Mülheim an der Ruhr, studierte in Köln und Tübingen Psychologie. In den 60er Jahren engagierte er sich in der Studentenbewegung. 1980 gehörte er zu den Mitgründern der Grünen in Deutschland und war 1980 und 1981 Mitglied des Bundesvorstandes. Stolz hat lange Jahre als Psychologe in der Industrie gearbeitet und ist heute als Publizist, Schriftsteller und Fotograf tätig. Zahlreiche Veröffentlichungen, sowohl Romane als auch Sachbücher, u. a.  „Deutschland, deine Zuwanderer“ (2002), „Identität – vom modischen Schlagwort zur politischen Konzeption“ in: ERTRÄGE Band 1 (2014) und aktuell Generation 1968 – Nachgeburt von 1933?(2019).

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2019-03-13T15:12:05+01:00