Siegfried Franke: Rückfall in die selbstverschuldete Unmündigkeit – Von Kant über Scruton zur betrüblichen Gegenwart

Mittwoch, 24. April 2024, 19 Uhr: Vortrag mit Diskussion
Eintritt 10 Euro pro Person (ermäßigt 5 Euro) an der Abendkasse

Siegfried Franke (c) Privat

Immanuel Kant, dessen Geburtstag sich im April dieses Jahres zum 300. Male jährt, identifizierte Faulheit und Feigheit der Menschen als die eigentliche Ursache, weshalb sie in ihrer Unmündigkeit verharren und sich von anderen bevormunden lassen. Bekanntlich bezeichnete er es als „Aufklärung“, wenn die Menschen diese Eigenschaften überwinden und sich ihres eigenen Verstandes bedienen.

In seinem Spätwerk hat sich Kant unter anderem der Frage gewidmet, wie Kriege zu verhindern seien. Dazu hat er etliche Bedingungen (Präliminarartikel) aufgestellt, die sich freilich nur in einem Völkerbund verwirklichen ließen, der allerdings nicht überdehnt werden dürfe, weil sonst Konflikte zwischen einer über- bzw. supranationalen Jurisprudenz und den nationalen Staatsorganen aufschaukeln könnten.

Der 2020 verstorbene konservative Denker Sir Roger Scruton hat auf das Wirken supranationaler Organisationen hingewiesen, die als internationale Gesetzgeber wirken und die Lasten ihrer Entscheidungen nationalen Jurisdiktionen aufbürden.

Vor diesem Hintergrund plädiert der emeritierte Stuttgarter Staatswissenschaftler Siegfried Franke dafür, sich auf die grundlegenden Werte, die Scruton dem Nationalstaat zuschreibt, zu besinnen. Dazu gehören die Hege und Pflege der Familie als elementarem Bestandteil jeder Nation, das Privateigentum, gekoppelt mit einer effektiven Wettbewerbspolitik, die Abkehr von Ideologien, der Erhalt bzw. die Wiederherstellung der Rechtsstaatlichkeit sowie die Verteidigung der Grundrechte.

Prof. em. Dr. habil. Siegfried F. Franke lehrte an der Norddeutschen Akademie für Finanzen und Steuerrecht in Hamburg, an der Universität Stuttgart sowie an der Andrássy Universität Budapest. Seit 2018 ist er Gastprofessor an der Andrássy Universität Budapest.

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