Frank Böckelmann stellte sein Buch „Jargon der Weltoffenheit“ vor

//Frank Böckelmann stellte sein Buch „Jargon der Weltoffenheit“ vor

Die auszehrende Monotonie des westlichen Diskurses

Frank Böckelmann

Frank Böckelmann

„Eine politische Linke gibt es nicht mehr. Wer sich heute »links« nennt, kündigt lediglich an, noch hartnäckiger zu fordern, was alle anderen auch schon fordern.“ Mit diesen Worten umriß Frank Böckelmann, Autor des Buches „Jargon der Weltoffenheit – Was sind unsere Werte noch wert?“ am 8. Mai 2014 in der Bibliothek des Konservatismus die Kernthese seines Werkes. Weder mit dem Weltrettungsanspruch der »68er« habe sich Politik machen lassen, noch mit der alarmistischen Rede von der »gefährdeten Demokratie«. Geblieben sei nur ein »Jargon der Weltoffenheit«, der den westlichen Diskurs befallen habe und ihn permanent auf »Selbstverwirklichung«, »Authentizität«, »Emanzipation«, »Gleichberechtigung« und »Vielfalt« einschwöre.

Doch was resultiert aus solch einer selbstbeschwörenden Monotonie? In der von dem Berliner Philosophen und Schriftsteller Manfred Maengel moderierten Aussprache wurde deutlich, daß die wohlklingenden Losungen das Volk letztlich in ein Dasein ohne Herkunft, Heimat, Nachkommenschaft und Transzendenz leiten. Damit verhinderten sie genau das, was sie versprächen: Begegnung, Entschiedenheit, Verwirklichung, Individualität, Welthaltigkeit, Anwesenheit, Gemeinsamkeit. „Dieser »Jargon der Weltoffenheit« führt nicht zum Anderen, sondern ins Nichts“, so Böckelmann.

2017-05-19T11:34:02+00:00