Wilhelm Hankel über die volkswirtschaftlichen Gefahren durch Euro- und Finanzkrise

//Wilhelm Hankel über die volkswirtschaftlichen Gefahren durch Euro- und Finanzkrise

Durch nationale Währungen die Wahlfreiheit des Bürgers zurückgewinnen

Karl Albrecht Schachtschneider (re.) bezieht Stellung zu den Positionen Wilhelm Hankels

Karl Albrecht Schachtschneider (re.) bezieht Stellung zu den Positionen Wilhelm Hankels

„Es stehen Bundestagswahlen an, aber über das wichtigste Thema, unsere Zukunft mit dem Euro, hört man kein Wort!“ So lautete einer der Sätze, für die der bekannte Euro-Kläger und Währungsexperte Wilhelm Hankel am 9. September 2013 vor rund 80 Zuhörern in der Bibliothek des Konservatismus spontan Beifall erntete.

Unter dem Thema „Bundestagswahl 2013 – Wann platzt die Euro-Bombe?“ faßte Hankel an diesem Abend zusammen, welche Konsequenzen eine Fortsetzung des bisherigen finanzpolitischen Kurses mit sich bringen würde. Neben der ernstlichen Gefährdung von Ersparnissen und Renten ist es vor allem ein gravierender Verlust an Kaufkraft, den insbesondere die wirtschaftlich stärkeren Staaten des Euro-Raumes hinzunehmen hätten. Hankel: „Das Privileg, überall in Europa mit der selben Währung bezahlen zu können, kostet Sie beispielsweise in Griechenland rund die Hälfte an Kaufkraft. Wäre es da nicht sinnvoller, nationale Währungen in einem realistischen Wechselkurs einzutauschen?“

In der anschließenden Aussprache, an der sich mit dem Staatsrechtler Karl Albrecht Schachtschneider auch ein langjähriger Freund und Weggefährte Hankels beteiligte, wurde angesichts der bevorstehenden Bundestagswahlen immer wieder die Frage nach Wegen aus der Krise angesprochen. Es gehe währungs- und finanzpolitisch nicht vorrangig um eine Abschaffung des Euro, so Hankel, sondern um die Wiedereinführung nationaler Währungen, die sich mit dem Euro verrechnen ließen. So wären Auf- und Abwertungen der Währungen untereinander wieder möglich und der Bürger hätte die Wahl, in welcher Währung er seine Ersparnisse anlegt.

2017-05-19T11:34:04+00:00