Woke Linke und Islamisten bekämpfen die Werte der Aufklärung

Franziska Sittig sprach über das Erstarken von Antisemitismus an den Universitäten seit dem Terrorangriff vom 7. Oktober 2023

Franziska Sittig spricht über die Allianz der woken Linken mit Islamisten

Die Wege, die Menschen zum Interesse an Politik führen, sind vielfältig. Als die Journalistin Franziska Sittig erlebte, daß ein Konzert der US-Sängerin Taylor Swift im Sommer 2024 in Wien wegen einer islamistischen Terrordrohung abgesagt werden mußte, kam das für sie einer Zäsur gleich: In diesem Moment sei sie persönlich mit dem konfrontiert worden, was sie zuvor nur theoretisch über Islamismus, Terrorismus und zur Unterwanderung westlicher Gesellschaften gehört habe. Das Ereignis war für sie der Anstoß, zusammen mit dem Berliner Publizisten Noam Petri das Buch Die intellektuelle Selbstzerstörung – Wie der Westen seine eigene Zukunft verspielt zu schreiben, in dem sie schildern, wie eine radikale Linke das Erstarken der Islamisten im Westen begünstige, um dadurch ihrem Ziel einer Zerstörung des Westens näherzukommen.

Im Rahmen ihrer Buchvorstellung am 17. Juni 2026 wies Sittig darauf hin, daß Intellektuelle für radikale Ideologien anfällig seien. Als Beispiele führte sie Wissenschaftler an, die sich für Hitler, Stalin oder Mao begeistert hätten. Der Ökonom Ludwig von Mises hätte diesen Zusammenhang wie folgt beschrieben: „Um 1918 waren die meisten von ihnen von Sympathien für die Sozialdemokraten erfüllt. 1933 aber paktierten sie mit den Nationalsozialisten. Sie wären auch Kommunisten geworden, wenn der Bolschewismus ans Ruder gekommen wäre.“

Die Gesellschaft habe Intellektuellen viel zu verdanken, doch sei unverkennbar, daß die Tendenz zu extremistischen Ideologien und opportunem Mitläufertum schon immer unter ihnen verbreitet waren. Sie, so Sittig, habe beides erlebt während ihres Masterstudiums an der Columbia University in New York. Im September 2023 sei sie dort angekommen. Als knapp vier Wochen später Hamas-Terroristen am 7. Oktober 2023 das größte Massaker an Juden seit dem Holocaust verübt hatten und Israel im Gaza-Streifen gegen diese existentielle Bedrohung vorging, habe sie fast jeden Tag an ihrer Universität teils gewaltsame Proteste gegen Israel erlebt, verbunden mit übelsten Beschimpfungen israelischer und jüdischer Studenten. Die Demonstranten hätten Israel als Fortsetzung von Nazi-Deutschland bezeichnet und zum Mord an Zionisten aufgerufen. Lehrgebäude seien besetzt, Reinigungspersonal als Geiseln genommen worden. Vergleichbare antisemitische Übergriffe, unterstützt von einer Allianz aus Islamisten und woker Linken, hätten auch an zahlreichen anderen westlichen Universitäten stattgefunden.

Das woke Denken, so Sittig, sei aus dem Zusammenspiel von Postmodernismus, Konstruktivismus und Postcolonial Studies entstanden. Die woke Linke sehe die Aufklärung nicht als universal an, sondern als partikularen Machtanspruch des Westens, mit dem dieser Gesellschaften unterdrückt habe und bis heute unterdrücke. Der Wille zur Dekonstruktion und die Bereitschaft zu einer Allianz mit Islamisten speise sich aus dem Anspruch, diese vermeintliche Unterdrückung abzustreifen. Wenn die westlichen Gesellschaften überleben wollten, müßten sie sich diesem Anspruch widersetzen, am Universalismus der Aufklärung festhalten und ihn gegen Extremisten jeder Art verteidigen.

 

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