Im Gedenken an Gerhard Löwenthal

46d6b0d68fDie Auszeichnung erinnert an den Fernseh-journalisten Gerhard Löwenthal, der von 1969 bis 1987 das ZDF-Magazin moderierte. Er engagierte sich für die Wiedervereinigung Deutschlands und trat aktiv gegen jede Form totalitärer Herrschaft ein. Menschenrechte, insbesondere die Meinungs- und Pressefreiheit galten ihm als hohe Schutzgüter.
Geboren wurde Gerhard Löwenthal am 8. Dezember 1922 in Berlin als Sohn eines jüdischen Fabrikanten. In der NS-Zeit waren sein Vater und er zeitweise im Konzentrationslager Sachsenhausen inhaftiert, seine Großeltern starben in Theresien-stadt. Nach dem Krieg wurde er Reporter und später stellvertretender Programmdirektor erst beim RIAS, dann beim Sender Freies Berlin (SFB). Von 1959 bis 1963 war er Hauptabteilungsleiter für Wissenschaftliche Information bei der Organisation für Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) in Paris. Danach arbeitete er bis 1968 für das ZDF als Europa-Korrespondent und Studioleiter in Brüssel, bevor er die Leitung des ZDF-Magazins übernahm. Gerhard Löwenthal starb am 6. Dezember 2002.

Um die Bedeutung von Gerhard Löwenthal als Namenspatron für den Gerhard-Löwenthal-Preis hervorzuheben, hat die JUNGE FREIHEIT die politischen Memoiren des Publizisten im Frühjahr 2006 neu aufgelegt. Ingeborg Löwenthal stiftet den Verkaufserlös des Buches der Finanzierung des Gerhard-Löwenthal-Preises.

Gerhard Löwenthal: Ich bin geblieben. Erinnerungen. Neuauflage, 398 Seiten, 68 Abbildungen, geb., Edition JF, Berlin 2006.