Patrick Bahners: Kampagne in Deutschland – Bénédicte Savoy und der Streit um die Raubkunst

Mittwoch, 28. August 2024, 19 Uhr: Buchvorstellung
Eintritt 10 Euro pro Person (ermäßigt 5 Euro) an der Abendkasse.

Patrick Bahners (Bild © W. Eilmes)

Die Debatte um Raubkunst und Restitution wird seit einiger Zeit mit großer Vehemenz geführt. Eine Schlüsselfigur dabei ist die in Berlin und Paris lehrende französische Kunsthistorikerin Bénédicte Savoy. Gemeinsam mit dem senegalesischen Sozialwissenschaftler Felwine Sarr erstellte sie im Auftrag von Emmanuel Macron einen „Bericht“ über die Möglichkeiten einer Rückgabe afrikanischer Kulturgüter, die sich in französischen Museen befinden. Dieser Bericht entfaltete allerdings in Deutschland eine ungleich größere Wirkung: Mit der Eigentumsübertragung des Komplettbestands der Benin-Bronzen wurde hierzulande ein Präzedenzfall geschaffen.

Das Prinzip der Unveräußerlichkeit des öffentlichen Kulturbesitzes ist zurückgetreten hinter der Maxime „Im Zweifel für die Restitution“. Patrick Bahners erörtert anhand von Savoys Texten den Mechanismus, der die öffentliche Debatte mittlerweile antreibt. Kunst gerät (wieder) zum Gegenstand eines quasi-religiösen moralischen Enthusiasmus, und Wissenschaft wirkt im Namen des Expertentums über medialen Druck auf die Politik ein.

Patrick Bahners trat 1989 in die Feuilletonredaktion der Frankfurter Allgemeinen Zeitung ein. Von 2001 bis 2011 war er Feuilletonchef, ab 2015 Feuilletonkorrespondent in München und ab 2016 zuständig für das Ressort „Geisteswissenschaften“, seit 2018 ist er Kulturkorrespondent in Köln. Unter anderem veröffentlichte er Bücher über die deutsche Angst vor dem Islam (2012) und die Wahrheit über Entenhausen (2016). Mit Gerd Roellecke gab er zwei Aufsatzbände über das Jahr 1848 und über „Preußische Stile“ (2002) heraus, mit Alexander Cammann den Band „Bundesrepublik und DDR – Die Debatte um Hans-Ulrich Wehlers ‚Deutsche Gesellschaftsgeschichte‘“. Seine 2017 erschienene Biographie „Helmut Kohl – Der Charakter der Macht“ stellte er 2018 in der Bibliothek des Konservatismus vor.

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