Mittwoch, 27. November 2019, 19 Uhr: Vortrag mit Diskussion
Eintritt 5 Euro pro Person (ermäßigt 3 Euro) an der Abendkasse.

Martin Wagener (Foto: Privat)

Die deutsche Grenze ist weiterhin ungeschützt. Die Bundesregierung ist nicht in der Lage, die illegale Einwanderung zu verhindern. Sie hängt in dieser Frage zudem massiv vom guten Willen der Türkei ab, sich an das 2016 mit der EU geschlossene Flüchtlingsabkommen zu halten. Präsident Recep Tayyip Erdoğan könnte jederzeit eine neue Migrationskrise in Deutschland auslösen, wenn er sich entschließen sollte, einen Teil der derzeit über 3,6 Millionen Syrer in seinem Land Richtung Mitteleuropa weiterreisen zu lassen.

Offene Grenzen fördern zudem die Kriminalität innerhalb der Bundesrepublik. Wer nicht kontrolliert wird, kann seinen illegalen Geschäften ungehindert nachgehen. Zu nennen sind verschiedene Formen der Bandenkriminalität, reisende Tätergruppen, Vertreter der organisierten Kriminalität, Schmuggler (u. a. Drogen, Waffen) und Schleuser (Menschenhandel), gewaltbereite Demonstranten, Terroristen und – während der stärksten Phase des „Islamischen Staates“ – die Foreign Fighters.

Die Aktivitäten dieser transnational operierenden Gruppierungen könnten erheblich gestört werden, wenn Deutschland an seiner Außengrenze systematisch Kontrollen durchführen würde. Prof. Dr. Martin Wagener schlägt deshalb vor, eine neue Grenzanlage zu bauen. Berechtigte Unternehmer, Grenzpendler, Touristen oder Studenten könnten jederzeit ein- und ausreisen. Sie müßten sich dabei allerdings an großen Grenzübergangsstellen einer Kontrolle unterziehen. Der dadurch erzielbare Gewinn für die innere Sicherheit wäre immens.

Martin Wagener, Jahrgang 1970, unterrichtet seit 2012 Politikwissenschaft mit dem Schwerpunkt Internationale Politik an der Hochschule des Bundes für öffentliche Verwaltung in Brühl und Berlin. Zuvor war er seit 2009 Juniorprofessor an der Universität Trier. Im August 2018 ist sein Buch „Deutschlands unsichere Grenze. Plädoyer für einen neuen Schutzwall“ erschienen.

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