Mittwoch, 6. November 2019, 19:30 Uhr: Lesung
Bitte beachten Sie den verschobenen Veranstaltungsbeginn!

Eintritt 5 Euro pro Person (ermäßigt 3 Euro) an der Abendkasse.

Michael Klonovsky (Foto: Privat)

Am 9. November 2019 jährt sich der Mauerfall zum 30. Male. Der Autor Michael Klonovsky läßt in seiner Lesung jenen Tag nochmals Revue passieren, durch die Augen seines Protagonisten Johannes Schönbach, Geistesmensch und Bonsai-Casanova, der sich durch eine von Alkoholikern, Spaßvögeln und Bonzen bevölkerte Kloake namens DDR trinkt.

Klonovsky beschreibt in einem erfrischenden und sarkastischen Ton die nahezu beispielhafte Verwestlichung seiner Hauptfigur. Der Roman „Land der Wunder“ ist ein satirisches und abgründiges Epos in der Tradition des Schelmen- und Entwicklungsromans, zudem eine äußerst merkwürdige Liebesgeschichte, ein auch erotischer Ost-West-Systemvergleich sowie eine Parabel über die fragwürdige Glücksverheißung einer rein geistigen Existenz. Nach dem Novemberwunder 1989 betritt Schönbach ein von Selbstdarstellern, Gesinnungshuren und Endverbrauchern bevölkertes Casino namens Bundesrepublik, vertauscht seine Ost-Berliner Klause mit einem Münchner Penthouse und bringt es auf skurrile Weise zu einem Vermögen. Doch damit endet die Reise in das Land der Wunder noch lange nicht.

Michael Klonovsky, geboren 1962 in Schlema (Erzgebirge), wuchs in Ost-Berlin auf. Nach Maurerlehre und Abitur arbeitete er bis 1989 als Maurer, Gabelstaplerfahrer, Sportplatzwart und zuletzt Korrekturleser bei der LDPD-Tageszeitung „Der Morgen“. Seit 1990 Journalist, ab 1992 beim „Focus“, zunächst als Redakteur, später als Leiter des Debattenressorts und Autor. Seit Februar 2018 Persönlicher Referent des Fraktionsvorsitzenden der AfD im Deutschen Bundestag, Alexander Gauland. Zahlreiche Buchveröffentlichungen u. a. „Land der der Wunder“ (2006) und zuletzt „Goldstück-Variationen – Reaktionäres vom Tag. Acta Diurna 2018“ (2019).

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