Mittwoch, 11. März 2020, 19 Uhr: Vortrag mit Diskussion
Eintritt 5 Euro pro Person (ermäßigt 3 Euro) an der Abendkasse.

Themenreihe
Konservativ heute

Peter Hoeres (Foto: Gerhard Bayer)

Konservatismus und Zukunft scheinen nicht unbedingt zusammenzugehören, denn der Konservative ist utopiekritisch und schaut lieber in die Vergangenheit. Angesichts des von Reinhart Koselleck diagnostizierten Auseinandertretens zwischen Erfahrungsraum und Erwartungshorizont, muss sich aber auch der Konservative der Frage stellen, welche Szenarien uns bevorstehen: Wie kann sich der Konservatismus in der Globalisierung verorten? Wie kann er die in die Jahre gekommene Postmoderne beerben? Wie kann er linker Identitätspolitik und einer spezifisch westlichen Form der Oikophobie (Roger Scruton) begegnen? Gibt es eine Alternative zur Dystopie eines datengetriebenen Techno-Humanismus, eines Kontrollverlustes des Homo Sapiens, wie sie Yuval Noah Harari skizziert hat?

Für Peter Hoeres darf ein heutiger Konservatismus angesichts eines dominanten linken und linksliberalen Zeitgeistes nicht mehr status-quo-orientiert und vordergründig staatstragend sein. Vielmehr müsse er in Opposition gegen Political Correctness, linke Identitätspolitik und Sprachdiktate gehen.

Peter Hoeres, geboren 1971, studierte von 1992 bis 1997 Geschichte, Philosophie und Politikwissenschaft an der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main und der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster. Nach dem Magister Artium 1998 war er wissenschaftliche Hilfskraft und Dozent für Politikwissenschaft an der Universität Duisburg-Essen. 2002 wurde er mit einer Arbeit über die Philosophie im Ersten Weltkrieg promoviert und dafür mit dem Dissertationspreis der Universität Münster ausgezeichnet. 2011 folgte die Habilitation über Massenmedien und die transatlantischen Beziehungen im Kalten Krieg. Seit 2013 ist er ordentlicher Professor für Neueste Geschichte an der Universität Würzburg. Zu seinen Forschungsschwerpunkten gehören die Medien-, Politik- und Kulturgeschichte. Zahlreiche Buchveröffentlichungen, zuletzt „Zeitung für Deutschland – Die Geschichte der FAZ“ (2019).

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