Der libertäre Ökonom Robert Grözinger stellte sein neues Buch „Jesus, der Kapitalist“ vor

//Der libertäre Ökonom Robert Grözinger stellte sein neues Buch „Jesus, der Kapitalist“ vor

Christliche Werte als Voraussetzung praktizierter Freiheit

Robert Grözinger signiert seine Bücher

Robert Grözinger signiert seine Bücher

Der libertäre Ökonom und Publizist Robert Grözinger stellte am 30. Mai 2013 in den Räumen der Bibliothek des Konservatismus sein neues Buch „Jesus, der Kapitalist – Das christliche Herz der Marktwirtschaft“ vor. Seine Kernthese: Das Christentum braucht den Kapitalismus – und fordert ihn sogar!

Moderiert von dem Berliner Journalisten Ronald Gläser, führte Grözinger seine rund 60 Zuhörer anhand ausgewählter Passagen in sein Werk ein. Für Grözinger steht außer Frage, daß die Gleichnisse, Aussagen und Mahnungen Jesu von den Prinzipien einer wirklich freien Marktwirtschaft untermauert sind und der Sozialismus folgerichtig unvereinbar mit dem christlichen Glauben ist. So werde etwa an dem Gleichnis von den Arbeitern im Weinberg (Matthäusevangelium, Kap. 20, Verse 1-16) deutlich, daß der Besitzer des Weinbergs, der den zuletzt hinzukommenden Arbeitern denselben Lohn zahlt wie den übrigen, marktwirtschaftlich frei verfahre und keine Vorgaben für seine Lohnpolitik befolgen müsse. Da der Besitzer des Weinbergs in dem Gleichnis für Gott stehe, lasse sich dieses Verfahren im Sinne des Neuen Testaments als positiv und vorbildhaft bewerten.

In der sowohl von libertären wie von christlichen Zuhörern engagiert geführten Aussprache wurde deutlich, daß der Dreh- und Angelpunkt aller libertären Konzepte in der Frage nach der übergeordneten, das freie Handeln des einzelnen ethisch bestimmenden Autorität liegt. Der Rückbezug auf den christlichen Gottesbegriff komme insofern Gesellschaft und Kirche gleichermaßen zugute, so Grözinger.

2017-05-19T11:34:05+00:00