Heimo Schwilk über die Feldpostbriefe Ernst Jüngers

//Heimo Schwilk über die Feldpostbriefe Ernst Jüngers

Wie durchs Brennglas: Fronterfahrungen des Ersten Weltkriegs

Heimo Schwilk (re.) in der von Patrick Neuhaus moderierten Aussprache

Heimo Schwilk (re.) in der von Patrick Neuhaus moderierten Aussprache

Auch hundert Jahre nach Ausbruch des Ersten Weltkriegs lesen Abiturienten begeistert „In Stahlgewittern“ von Ernst Jünger. Heimo Schwilk, langjähriger leitender WELT-Redakteur und Jünger-Kenner, sprach am 5. Juni 2014 in der Bibliothek über die Feldpostbriefe, die Jünger aus den Schützengräben an seine Eltern und seinen Bruder geschickt hatte. Diese Briefe sind, so wurde während des Vortrages deutlich, im Zusammenhang mit dem 1920 auf Anregung des Vaters erschienenen Kriegsbuch zu begreifen.

Prägnant spricht aus den von Schwilk vorgestellten und nun erstmals bei Klett-Cotta herausgegebenen Dokumenten die sprachliche Authentizität des Kriegsfreiwilligen und späteren Ritters des höchsten preußischen militärischen Ordens „Pour le Mérite“. Wie durch ein „Brennglas“ wird der Alltag an der Westfront des Ersten Weltkrieges aus den Briefen Jüngers deutlich.

Heimo Schwilk, neben vielen anderen Veröffentlichungen auch Autor einer erfolgreichen und jüngst in das Italienische übersetzten Biographie Ernst Jüngers, berichtete in der anschließenden angeregten Diskussion auch von Begegnungen mit dem Jahrhundertschriftsteller und konnte so eindrucksvoll die historisch-literarischen Ausführungen um persönliche Anekdoten anreichern.

2017-05-19T11:34:01+00:00