Andreas Lombard und Ingo Langner über das neue CATO-Heft 2/2020

Andreas Lombard und Ingo Langner

Am 4. März 2020 stellten Andreas Lombard und Ingo Langner die neueste Ausgabe der Zeitschrift CATO vor. Der Chefredakteur und der regelmäßige CATO-Autor diskutierten dabei die Themen des neuen Heftes und die Bezüge zur aktuellen Politik.

Zunächst ging es um die Wahl des Ministerpräsidenten in Thüringen. Die aktuelle Situation bestätige nur, was bereits im aktuellen Heft stehe, so Andreas Lombard: Es habe sich bei den Vorgängen um den gewählten Ministerpräsidenten Kemmerich, der zum Rücktritt gezwungen wurde, um einen Putsch gehandelt. Dafür bedürfe es aber heute keiner militärischen Mittel mehr, die mediale und politische Lage sei offenbar ausreichend, dies anders zu bewerkstelligen. Bundeskanzlerin Angela Merkel warf der Chefredakteur vor, durch die von ihr vorangetriebene gigantische Umverteilung in Deutschland letztlich den sozialistischen Systemwechsel zu betreiben. Wer nach den Erfahrungen der DDR-Diktatur der mehrfach umbenannten SED zuarbeite, wie in Thüringen geschehen, der müsse das schon wollen.

Ein Hoffnungsschimmer komme dagegen aus dem Ausland, wo man den Anlauf zu einer konservativen Erneuerung in den USA, Großbritannien und Polen beobachten können. Trump, Johnson und die PiS-Partei hätten verstanden, worauf es derzeit ankomme. Viele der Dinge, die nunmehr in die Wege geleitet würden, könnten für ein Mehr an Demokratie in den genannten Ländern sorgen. Zudem könnten diese Veränderungen auch von linken Regierungswechseln nicht zurückgedreht werden, so Lombards Analyse. Beispielhaft für eine andere Politik stehe das Interview mit dem polnischen Botschafter Andrzej Przyłębski, der diplomatisch, aber bestimmt die Deutschen auffordere, sich mit Hegel wieder auf die Werte der Familie und der Nation zu besinnen. Die kulturelle Identität sei wichtig, um den Erhalt der zivilisatorischen Werte Europas zu ermöglichen.

Zum Abschluß sprach Andreas Lombard noch über den verstorbenen Philosophen Sir Roger Scruton (1944–2020). Ihm ist ein Nachruf gewidmet und zusätzlich dessen Jahresbuch abgedruckt, in dem sich der große konservative Denker in seinem letzten Lebensjahr noch einmal Rechenschaft über sein Denken und Handeln ablegte.

Die diskutierten und weitere Themen können Sie in der Ausgabe 2/2020 der Zeitschrift CATO nachlesen.